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Demographischer Wandel

 

Die Lebenserwartung der deutschen Bevölkerung steigt rasant. Bereits heute sind mehr als 17 Millionen Deutsche älter als 65 Jahre. Tendenz steigend. Dieser Personenkreis ist in erhöhtem Maße vom Risiko der Pflegebedürftigkeit betroffen. Resultierend aus dem demographischen Wandel wurde in Deutschland 1995 des „Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit“ verabschiedet. Nach dem Grundsatz „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ sind die Träger der Pflegepflichtversicherung die soziale Pflegeversicherung und die privaten Versicherungsunternehmen.

Demografischer Wandel - Pflegeversicherung Vergleich

© Danny Elskamp, Fotolia #14951354

 

Versicherter Personenkreis

Soziale Pflegepflichtversicherung
  • Alle Pflichtmitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung
  • Alle freiwillig gesetzlich Krankenversicherten
  • alle Familienversicherten (Kinder, Ehepartner) in der gesetzlichen Krankenversicherung sind auch beitragsfrei in der Pflegeversicherung mitversichert
 
Private Pflegepflichtversicherung
  • Alle privat Krankenvollversicherten mit einem Tarif, der allgemeine Krankenhausleistungen beinhaltet
  • Kinder sind beitragsfrei in der privaten Pflegeversicherung mitversichert.
  • Beihilfeberechtigte Personen (Beamte, auch Empfänger freier Heilfürsorge wie Soldaten
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern ergeben sich folgende Bedingungen
  • Kinder, bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Kinder, bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres, wenn nicht erwerbstätig
  • Im Rahmen einer Schulausbildung, Studium, Wehr- und Zivildienst bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.
  • Ehegatten mit einem Verdienst unter der Geringfügigkeitsgrenze

 

Bedingungen der Pflegebedürftigkeit nach SGB XI

  • Krankheiten und Behinderungen
    -
    Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat.
    - Funktionsstörungen der inneren Organe oder der Sinnesorgane.
    - Störungen des Zentralnervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis-, oder Orientierungsstörungen, sowie endogen
    - Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen
  • Auf Dauer, voraussichtlich für mindestens 6 Monate
  • Hilfebedürftigkeit bei den regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens

Körperpflege

Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm-, oder Blasenentleerung

Ernährung

Mundgerechte Zubereitung oder die Aufnahme der Nahrung

Mobilität

Selbstständiges Aufstehen, Zu-Bett- Gehen, An-und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

Hauswirtschaft

Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleiden, Beheizen